IN ALLEN SPRACHEN ZUHAUSE

 

Sie brauchen jemanden, der der Adamarobe-Gebärdensprache mächtig ist, um einen Ghanaer übersetzen zu können? Oder jemanden, der die uigurische Sprache beherrscht, um einen Mongolen verstehen zu können? Suchen Sie AAPEHA und finden Sie Ihren Übersetzer.

 

Das neununddreißigste Jubiläum hat das Bredaer Dolmetscher- und Übersetzerbüro AAPEHA gerade hinter sich, was bedeutet, dass es vor der Internetzeit gegründet wurde. Damals war es noch nützlich, im Telefonbuch und im Branchenbuch in der Kategorie „Dolmetschen“ möglichst weit vorn auf der Liste zu stehen. Und das funktioniert natürlich etwas besser, wenn der Name mit einem doppelten A beginnt. Das AA steht für „Artistieke Academie“. Das P für Pierre, das H für Hesselle und der Rest dient dem Sprachfluss.

 

So erklärt es Pierre de Hesselle, der gemeinsam mit seiner Frau Saida in einem beeindruckenden Gebäude an der Baronielaan wohnt und arbeitet, mit einem Lachen. „Mein Bereich ist der Kontakt mit den Kunden und das Dolmetschen und Übersetzen, Saida kümmert sich eher um die technischen Sachen am Computer und die Administration. Und obwohl ich 75 Jahre bin, macht es mir noch viel zu viel Spaß, um damit aufzuhören." Der Bredaer ist eigentlich ein Belgier, wie sein Vater Gérard. Nach der HBS-A ̶ zuerst OLV in Breda, danach Frencken in Oosterhout ̶ musste er sich entscheiden, in welcher Armee er seinen Dienst absolvieren wollte.

 

„Und das war nicht besonders schwer: In Belgien waren es 12 Monate und in den Niederlanden 27. Da ich dachte, Französisch einigermaßen zu beherrschen, beantragte ich, in Lüttich zu dienen und das wurde mir dann auch erlaubt. Dort habe ich Französisch vor allem sprechen gelernt. Später fand ich Arbeit und ein Zimmer in Brüssel. Ich ging unter anderem als Vertreter für Durchschlagpapier und Matrizen zu Fuß durch die Straßen. Das war eine gute Schule, denn die gängige Sprache war Französisch. Ich war der Meinung, dass ich etwas mit dieser Sprache anfangen müsste und besuchte die weiterführende Schule in Tilburg. Aber ich genoss auch das wilde Studentenleben, sodass sich das Studium in die Länge zog. Mit meiner ersten Frau wohnte ich in Oosterhout. Ich erhielt eine Stelle bei der Druckerei West-Brabant in Breda. Erst 1977 habe ich mein Sprachstudium dann ernsthaft fortgesetzt. Ich absolvierte das Studium und erzielte mein Staatsexamen als Dolmetscher/Übersetzer. Neben der Arbeit für die Druckerei gab ich Unterricht. Unter anderem am „Mencia de Menoza“-Gymnasium und bei St. Olof. Was anfänglich mit nur wenigen Stunden begann, entwickelte sich schnell. Außerdem gründete ich ein Spracheninstitut in der Koninginnestraat und führte mein Atelier als Kunstmaler.“ Stressige Zeiten also für Pierre de Hesselle, der im September 1980 offiziell sein Dolmetsch- und Übersetzungsbüro gründete.

 

„Ich habe Dolmetscher und Übersetzer gesucht und weitere Sprachen angeboten. Zuerst war ich sehr stark auf Breda ausgerichtet, aber jetzt ist so ziemlich alles möglich. Wir haben um die fünftausend Kunden und arbeiten mit bis zu tausend freiberuflichen Dolmetschern und Übersetzern in der ganzen Welt. Natürlich nicht gleichzeitig. Ein Beispiel ist das Meeting zum Thema Kartoffel im friesischen Joure: Es waren fünf unserer Dolmetscher vor Ort. Man mag vielleicht annehmen, dass es doch nur über simple Pommes Frites ging, aber die Terminologie war ziemlich technisch. Es gibt verschiedene Samen für spezielle Sorten. Das muss man sorgfältig vorbereiten.

Selbst zu dolmetschen, macht mir noch immer am meisten Spaß. Mit dem Kunden unterwegs zu Besprechungen, Fusionen, Übernahmen. Sehr konzentriert arbeiten und danach zum Ausklang ein Essen. „In gemütlicher Runde essen und trinken", das denken viele, aber ich bin dann noch immer der Dolmetscher. Es gehört beispielsweise auch zu meinem Job, die Witze, die am Tisch die Runde machen, zu übersetzen. Als Dolmetscher fungieren wir als Medium, wir geben etwas weiter. Dabei handhaben wir einen Ehrenkodex: Gespräche werden nicht in eine Richtung gelenkt oder gedeutet. Denn wenn ein Kunde wütend ist, ist er das auch.“

 

Dass zunehmend mehr Unternehmen – dies gilt besonders für Konzerne – verlangen, dass Englisch als Unternehmenssprache angewandt wird, ist eine Tendenz, die nicht mehr aufzuhalten ist und Videokonferenzen sind für Verhandlungen nicht immer die beste Wahl. Da auch bei den Unternehmen viele Sparmaßnahmen anstehen, muss häufig mehr verhandelt werden. Ich kann noch immer nicht gut damit umgehen, wenn ein Angebot nicht zu einem Auftrag führt. Ich denke dann zuerst, dass ich einen Fehler gemacht habe. In der letzten Zeit ist es oft eine Frage des Preises, aber ich möchte einfach weiterhin Qualität liefern und die ist ihren Preis wert. Einen polnischen Dolmetscher zu finden, ist derzeit eine Herausforderung. „Ich brauchte einen polnischen Dolmetscher für eine Vertragsunterzeichnung, an der ein niederländischer Mann und eine polnische Frau beteiligt waren. Erst bei meinem 45. Versuch wurde ich fündig. Hier leben viele Polen, gelegentlich auch mit Problemen. Gesundheit, Wohnung, Heiraten, Eheverträge. Das Gesetz schreibt vor, dass, wenn einer von zweien die Sprache nicht spricht, beispielsweise bei einer notariellen Beurkundung ein Dolmetscher anwesend sein muss. Und das ist keine leichte Aufgabe. Um noch einmal auf den Ehrenkodex zurückzukommen, dass ein Dolmetscher dem, was gesagt wird, keine eigene Interpretation hinzufügen darf … ich möchte da eine Ausnahme machen. Während eines Dinners oder an der Bar wird gelegentlich ein Witz erzählt, der nicht wirklich nett ist. Dann bemühe ich mich um eine nettere Wendung, die witzig bleibt. Denn natürlich soll auch gelacht werden.“

 

 

 

 

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